Vierzehn wichtige Fragen zum Vereinssportzentrum, dem SPORT-BAHNHOF

Sportbahnhof_logo_CMYKWas ist ein Vereinssportzentrum?

Das vereinseigene Sportzentrum, der Sport-Bahnhof (es wird direkt gegenüber dem Arnsberger Bahnhof entstehen, daher der Name) ist ein neues Gebäude, das der TV Arnsberg 1861 e.V. in Eigenregie bauen und betreiben wird. Es beinhaltet ein Trainingszentrum mit mehreren Gerätetrainingsflächen und zwei Kursräumen, einen Entspannungsbereich mit Sauna und Ruheraum, einen Verwaltungsbereich mit Geschäftsstelle, einen Mehrzweckraum für Sitzungen, Vorträge und Versammlungen sowie einen Empfangs- und Bistrobereich. Der Sport-Bahnhof ist somit für die Mitglieder ein Treffpunkt zum Sporttreiben, Entspannen und Kommunizieren. Er vereint unter einem Dach wesentliche Elemente, die zur Gesunderhaltung der Mitglieder und breiter Teile der Arnsberger Bevölkerung beitragen. Das Angebot geht somit deutlich über das von kommerziellen Anbietern hinaus. Der Sport-Bahnhof ist kein Fitnessstudio, sondern eine auf Gesundheitsport ausgerichtete Einrichtung, die zugleich sozialer Mittelpunkt des TVA sein wird.


Warum möchte deR TVA ein vereinseigenes Sportzentrum bauen?

Der demographische Wandel, gesellschaftliche Veränderungen und flexiblere Arbeitsformen verändern auch die Nachfrage nach Sportangeboten. Das stellt den TVA – wie alle Sportvereine – vor neue Herausforderungen. Immer mehr Menschen wollen trainieren, wenn sie Zeit und Lust haben. Sporttreiben in einer angenehmen Atmosphäre, in ansprechendem Ambiente, an modernen Sportgeräten unter konstanter Betreuung durch Fachpersonal bekommt einen immer größeren Stellenwert. Das betrifft insbesondere die Altersgruppe der 25 bis 50-jährigen. In diesem Altersbereich hat der TVA seit dem Jahr 2005 viele Mitglieder verloren. Nur in vereinseigenen Sporträumen mit ganzjährigem Trainingbetrieb, durch Angebote von Individual- und Gruppentraining sowie Präventions- und Reha-Sportangeboten kann auf die gesellschaftlichen Veränderungen eingegangen, können Mitglieder gehalten und vor allem zahlreiche neue Mitglieder gewonnen werden.


Besteht überhaupt ein Markt in „Alt“-Arnsberg für so ein großes Projekt?

Mit den ersten konkreteren Überlegungen im Jahr 2012 zum Bau eines eigenen Sportzentrums, wurde eine vom LSB empfohlene Agentur, welche sich auf die Beratung von Sportvereinen spezialisiert hat beauftragt, eine Marktanalyse zu erstellen. Die dazu erhobenen Daten, u.a. eine Konkurrenzanalyse, die Einwohnerentwicklung, das Kaufkraftverhalten wurden im Januar 2016 nochmals aktualisiert. Wie bereits vor drei Jahren belegen die Daten auch für heute eindrucksvoll, dass in Arnsberg ein Markt vorhanden ist und ein Vereinsportzentrum wirtschaftlich betrieben werden kann.


Was kostet der Sportbahnhof?

Abschließende Kostenberechnungen können noch nicht vorgelegt werden. Ein wesentlicher Kostenaspekt spielt dabei das Raumkonzept, was noch genauer beschrieben werden muss. Im Kostenplan enthalten sind alle Kosten, vom Bau des Gebäudes bis zum Kauf der Sportgeräte und des Inventars sowie der Bau von Parkplätzen und der Herrichtung der Außenanlagen. Letztlich lassen sich erst genauere Angaben nach den Ausschreibungen der unterschiedlichen Gewerke ermitteln. Die derzeitigen Zahlen beruhen auf Erfahrungen der Architekten und von Sportvereinen, die in den vergangenen Jahren in vergleichbarer Qualität gebaut haben. In den Berechnungen sollen „Spielräume“ nach unten von ca. 10% berücksichtigt werden.


Wie wird der Sportbahnhof finanziert?

Finanziert wird das Projekt im Wesentlichen über einen Kredit „Sportstättenförderung“ der NRW Bank in enger Abstimmung mit einer heimisch ansässigen Bank des Vertrauens. Zudem soll durch Spenden, Bausteinverkauf, Privatkredite, Kooperationen mit Firmen und ortsansässigen Einzelhändlern ein wesentlicher Eigenbeitrag zur Finanzierung geleistet werden. Im Oktober 2014 hat der TVA bereits das für den Sport-Bahnhof benötigte Grundstück mit einer Fläche von 2800 m2 in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs in Arnsberg erworben. Das zum Kaufzeitpunkt noch darauf stehende „Bahnhofs-Hotel Menge“ wurde im Auftrag des TVA abgerissen, so dass das Grundstück sich in einem baubereiten Zustand befindet. Die Abrisskosten wurden vom TVA bezahlt. Der Kaufbetrag und die Abrisskosten wurden über einen Kredit finanziert. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Juli 2014 hat mit über 90% dem Grundstückserwerb und den weiteren Planungen für das Sportzentrum zugestimmt. Der Grundbeitrag wurde damals für Erwachsene um einen Euro, für Jugendliche um 50 Cent erhöht. Mit diesen Zusatzeinnahmen wird der Kredit für den Grunderwerb beglichen.

Der eigentliche Baubeschluss wurde auf einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung am 24. April 2016 mit der überwältigenden Mehrheit von 81 JA-Stimmen und 2 ENTHALTUNGEN, ohne Gegenstimmen, gefasst.

Der Eigenkapitalanteil zur Finanzierung des Sportbahnhofs ist bis Mitte Sept. 2016 auf über 219.000 angewachsen. Spenden und Bausteinverkäufe plus verbindliche Spendenzusagen liegen bei ca. 119.000 €, Verträge über Privatkredite konnten über 100.000 € abgeschlossen werden. Den Spendern und Kreditgebern ein herzliches Dankeschön für das dem TVA gegenüber erbrachte Vertrauen!

Die letzten Bank-Gespräche haben am 1. Sept. 2016 in harmonischer Atmoshäre stattgefunden. Der Vorstand des TVA hofft im Okt. 2016 auf eine positive Antwort seitens der angesprochenen Bank-Institute über die Gewährung des benötigten Baukredits aus dem Programm SPORTSTÄTTEN der NRW.BANK.


Warum wird das Projekt mit ca. 1200 m2 Gebäudenutzfläche so groSS geplant?
Geht es nicht auch kleiner und damit preiswerter?

Sportbahnhof1

Die Größe der Gebäudenutzfläche errechnet sich aus dem bestehenden und nach Fertigstellung des Sport-Bahnhofs zu erwartenden Mitgliederpotential des TVA. Als Grundlage für potentiell neue Mitglieder dient die bereits oben erwähnte Markt- und Konkurrenzanalyse. Dazu kommen die Erfahrungen anderer Sportvereine vergleichbarer Größe, die bereits ein eigenes Sportzentrum realisiert Sportbahnhof2haben.

Die verantwortlichen des TVA haben bei den Planungen des Projekts beschlossen auf Qualität zu setzen, Qualität am Bau, Qualität bei der Geräteausstattung, Qualität beim Ambiente und Qualität bei den Mitarbeitern. Auf dieses „Qualitätskonzept“ zu setzen, wurde uns zudem im Rahmen zahlreicher Gespräche mit Experten des Landessportbundes, Sportbahnhof3Verantwortliche von anderen Sportvereinen sowie einer Marketingagentur empfohlen. Das Projekt ist ein Langzeitprojekt, welches auf die kommenden 30 bis 40 Jahre ausgelegt ist. Es soll eine Sportstätte und ein Begegnungszentrum sein, wo man gerne hingeht, gerne trainiert und sich wohl fühlt. Durch den Bau einer Rampe und einer Aufzugsanlage wird auch Menschen mit Behinderung der Zugang erleichtert und ein Training ermöglicht. Der Sport-Bahnhof entsteht an einer zentralen Stelle in der Stadt, dessen Umfeld durch das Bürgerzentrum Bahnhof, das Feuerwehrmuseums und der gesamten Gestaltung (u.a. mit einem Boul-Platz) einschließlich der Parkflächen in den vergangenen Jahren stark aufgewertet wurde. Der Sport-Bahnhof soll dementsprechend auch architektonisch in dieses Umfeld integriert werden. Es ist somit auch ein Projekt von städtebaulicher Bedeutung.

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Wie soll die Gegenfinanzierung aussehen?

Gegenfinanziert wird das Projekt durch die Gründung einer neuen Abteilung innerhalb des TVA, der Gesundheits- und Fitnessabteilung. Diese Abteilung betreibt den Sport-Bahnhof. Derzeitige Mitglieder, die das umfangreiche neue Angebot in ihrer Gesamtheit (Kursangebote, Gerätesportbereich, Sauna) nutzen möchten, zahlen zusätzlich nur einen Abteilungsbeitrag. Die durch den Sport-Bahnhof zu erwartenden zahlreichen neuen Mitglieder müssen ebenfalls dem TVA beitreten. Neue Kursangebote sowie Kurse im Präventions- und Reha-Sportbereich unterstützen die Einnahmen. Wer lediglich an einzelnen Kursen teilnehmen möchte, muss verständlicherweise nur die dafür anfallenden zusätzlichen Kursgebühren und nicht den Abteilungsbeitrag bezahlen. Der Sport-Bahnhof wird für Firmen und Einzelhandelsgeschäfte ein interessanter Werbe- und Kooperationspartner darstellen, wodurch weitere Einnahmen generiert werden können.


Welche Folge hätte ein Scheitern des Projekts für den TVA?

Durch die Begleitung des Projektes durch Experten des Landessportbundes NRW sowie weiterer kompetenter Partner aus anderen Sportvereinen, die seit Jahren erfolgreich Vereinssportzentrum leiten, ist die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns als sehr gering einzustufen. Wichtige Entscheidungen lässt der TVA durch eine vom LSB empfohlene Agentur prüfen, z.B. die Plausibilität des Businessplans. So kann frühzeitig auf Fehlentwicklungen reagiert und gegengesteuert werden. Eine Insolvenz ist zwar theoretisch denkbar, sie ist jedoch bisher bei vergleichbaren Vereinsprojekten in Deutschland noch nicht vorgekommen. Das Gegenteil ist meistens der Fall. Vereine, die so ein Projekt angehen und „stemmen“ profitieren stark von den vielfältigen neuen Möglichkeiten, die eine eigene Sportstätte bietet. Die Haftung einzelner Vereinmitglieder mit ihrem Privatvermögen ist bei einer Insolvenz ausgeschlossen.


Gibt es auch negative Beispiele für Sportvereinszentren?

Nach Auskünften des Landessportbundes und vom „Freiburger Kreis“, einem Zusammenschluss von 250 Großvereinen aus ganz Deutschland, in dem auch der TVA seit 2012 Mitglied ist, ist seit Mitte der 90er Jahre kein Verein insolvent gegangen, der so ein Projekt umgesetzt hat. Natürlich sind die einzelnen Vereine unterschiedlich erfolgreich. Um Fehler zu vermeiden, korrespondiert der TVA sehr eng mit Vereinen, die ein eigenes Sportzentrum besonders erfolgreich betreiben. Die Vereine bieten vielfältige Formen der Unterstützung und geben wertvolle Tipps, um größere Fehler zu vermeiden.


Was bringt der Sport-Bahnhof meiner Abteilung?

Der Sport-Bahnhof bietet für alle Abteilungen direkt oder indirekt einen Mehrwert. Abteilungsmitglieder bekommen zusätzliche ganzjährige Angebote im TVA, egal ob Leistungs-, Breiten- oder Fitnesssportler. Wettkampfsportler, die aufgrund des Alters keine Wettkämpfe mehr bestreiten können, finden sofort ein Folgeangebot im Verein. Des Weiteren kommen die Erträge, die der Sport-Bahnhof abwirft, in der Querfinanzierung dem Gesamtverein und somit allen Abteilungen zugute.


Was bringt der Sport-Bahnhof der Stadt Arnsberg?

Die Angebote im Sport-Bahnhof (außer Reha-Sport) setzen zwar eine Mitgliedschaft im TVA voraus, aber der Verein wird durch die vielen Gesundheitssportangebote für alle Altersgruppen zu einem noch wichtigeren Partner für die Stadt. Der TVA schafft professionelle Strukturen, die zum Wohle der gesamtgesellschaftlichen Aufgaben eingebracht werden. So ist zum Beispiel ein Engagement in der Ganztagsbetreuung an Schulen eher möglich, wenn es professionelle, beim Verein angestellte Übungsleiter und Mitarbeiter gibt, die auch vormittags und am frühen Nachmittag Angebote für Schülerinnen/Schüler möglich machen. Durch die Kooperation mit Firmen und Behörden kann die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter verbessert und die Krankenquote verringert werden.


Wird sich mein Mitgliedsbeitrag erhöhen, wenn der Sportbahnhof gebaut wird?

Nein! Der Grundbeitrag bleibt bestehen. An der Struktur und den derzeitigen Angeboten im Verein wird sich nichts ändern. Es wird nur eine weitere Abteilung, neben der Handball-, Badminton-, Tanzsport-, Reha-Sport-, Takwondo- und Turn-Abteilung geschaffen, die den SportBahnhof betreibt. Die Nutzung der neuen Abteilung stellt somit ein Zusatzangebot zu den bestehenden Angeboten dar. Erfahrungen anderer Vereine zeigen, dass durch die Einnahmen aus dem Vereinssportzentrum eine Querfinanzierung von defizitären Vereinsbereichen wesentlich leichter möglich wird. So wird der Sport-Bahnhof dazu beitragen, das Angebot in den einzelnen Abteilungen, auch in Zeiten nachlassender Unterstützung durch die öffentliche Hand, zu sozial verträglichen Tarifen aufrecht zu erhalten.


Gefährdet ein TVA-Vereinssportzentrum die Existenz bestehender gewerblicher Einrichtungen in der näheren Umgebung?

Davon ist nicht auszugehen. Erfahrungen aus anderen Orten mit Vereinssportzentren zeigen keine negativen Auswirkungen auf den kommerziellen Fitnessmarkt. Ca. 75% der Nutzer eines Vereinssportzentrums kommt im ersten Betriebsjahr erstmalig mit dem Thema gerätegestütztes Training in Kontakt, haben also vorher noch keine Erfahrungen mit Fitnesstraining gemacht. Der überwiegende Teil der Nutzer von Vereinsangeboten nehmen die Angebote nur war, weil sie von einem Sportverein angeboten werden. Ohne den Sport-Bahnhof würde also ein großer Teil der Arnsberger Bevölkerung diese Form des Gesundheitssports nicht in Anspruch nehmen.


Wann wird der Sportbahnhof in Betrieb genommen?

Wenn die Finanzierung auf „sichern Füßen steht“. Seit der Auftaktveranstaltung Anfang September 2015 versucht der TVA durch Spenden, Bausteinverkauf, Kooperationsverträge mit Firmen, Sponsorenverträge und weitere Maßnahmen ausreichend Eigenkapital zu gewinnen.

Die Zielsetzung bleibt, noch im Jahr 2016 mit den Baumaßnahmen zu beginnen. Diese würden dann ca. ein Jahr bis zur Eröffnung des Sport-Bahnhofs in Anspruch nehmen.


50Euro_Baustein
Wenn wir Sie für das für die Zukunft des TVA und der Stadt Arnsberg so wichtige Projekt überzeugen konnten, unterstützen Sie uns bitte durch Spenden, Bausteinkauf oder eine Fördermitgliedschaft.


Wir hoffen Ihre Fragen zum Projekt Sport-Bahnhof mit den vorgenannten Ausführungen ausreichend beantwortet und mögliche Bedenken ausgeräumt zu haben.