Die männl. A-Jugend blickt auf eine solide Hinserie zurück

Alles in allem können die Nachwuchshandballer der mA-Jugend des TVA nach Beendigung der Hinrunde auf Kreisebene ein positives Saisonzwischenfazit ziehen. Aufgrund des vielversprechenden Abschneidens bei den im Sommer bestrittenen Aufstiegsturnieren, die unsere Jungs quer durch den Handballverband Westfalen haben reisen lassen, war das Saisonziel Kreismeister zu werden im Vorfeld klar abgesteckt… Ebenso sicher war die Tatsache, dass man sich hauptsächlich mit zwei weiteren Konkurrenten ein Rennen um den erhofften Kreismeistertitel liefern würde. So waren die ersten vier Saisonspiele im Grunde nichts weiter als ein „Warm-Up“ für den vorentscheidenden Showdown gegen die Jungs von der ebenfalls äußerst ambitionierten HSV Hemer 2, welcher am fünften Spieltag in der Hemer Parkhalle steigen sollte. Aber zuvor hatten unsere Jungs zunächst ihre Hausaufgaben gegen die vermeintlich nicht als allzu stark einzuschätzenden Gegner zu meistern. Diese konnte die männl. A auch souverän und ohne jegliche Mühe erledigen. Nach dem deutlichen Kantersieg mit 39:20 Toren gegen den SSV Meschede ist den Jungs wenige Wochen danach ein wahres Meisterstück in eigener Halle gelungen. Nachdem sie zwischenzeitlich aufgrund einer völlig verschlafenen Anfangsphase desolat mit 1:10 ausgerechnet im Derby gegen den VfS 59 Warstein ins unerwartete Hintertreffen geraten waren, zogen sie sich mit einer beispiellosen Moral und einem Teamgeist, der seines gleichen suchte, selbst aus diesem unerklärlichen Tief heraus und gewannen die Partie mit 20:17. Im Anschluss stand nun das Auswärtsspiel beim TV Wickede auf dem Plan, da uns der eigentlich folgende Gegner, die SG Iserlohn-Sümmern, wegen personellen Schwierigkeiten die zwei Punkte kampflos überließ. Der TVW konnte letztlich ungefährdet mit 17:22 für unsere Farben in die Schranken gewiesen werden. Auf den Tag genau sechs Tage später sollten uns die bis in die Haarspitzen motivierten Spieler aus Hemer zum Gipfeltreffen erwarten. Nach einer über weite Strecken guten ersten Hälfte, in der wir es ein ums andere Mal geschafft hatten die Abwehrreihen der stark besetzten grün-schwarzen druckvoll zu durchbrechen, sollten wir diese wichtige Durchschlagskraft im Angriff in Periode zwei leider vermissen lassen. Zur Halbzeit stand nach ansehnlicher kämpferischer Leistung noch ein Rückstand von 11:13 auf der Anzeigetafel. Die erste Phase nach Wiederanpfiff verschliefen wir jedoch und gerieten daher zügig mit zunehmend größerem Abstand ins Hintertreffen. Auch unsere sonst so stabile Deckung bekam die dynamisch und kraftvoll agierenden Gegner nicht mehr wie in Halbzeit eins noch in den Griff, sodass wir am Ende folgerichtig und auch in der schmerzlichen Höhe durchaus verdient 23:34 verloren. Somit haben wir es unter dem Strich nicht vermocht, die Weichen für das Rückspiel in unserem Wohnzimmer günstig zu stellen und müssen uns daher nun in der Rückrunde sehr strecken, um diesen Rückstand auf den HSV noch zu egalisieren. Aber das ist mit dieser Mannschaft, die das Potential mitbringt kämpferisch über sich hinaus zu wachsen, auch kein unmögliches Vorhaben. Das letzte Aufeinandertreffen im zurückliegenden Jahr führte uns noch zu den ebenfalls hoch gehandelten Villigst-Ergstern. Die schnelle Truppe aus dem Schwerter Vorort forderte den Arnsberger Nachwuchs nahezu in Bestbesetzung. Wir mussten für dieses bedeutsame Spiel hingegen auf einige wichtige Stammspieler verzichten, was in der Folge substanziell somit deutlich geschwächt nur zu einer 20:29 Niederlage reichen sollte. Positiver und demzufolge auch erfolgreicher startete allerdings das noch junge Jahr. Zwar waren wir auch im Spiel gegen die SG Iserlohn-Sümmern durch die Ausfälle von Paul Hübner und Horst v. Künßberg nicht in Bestbesetzung angetreten, konnten diesen Umstand jedoch bravourös durch eine abermals tolle Moral und beeindruckenden Kampfgeist kompensieren. Jeder einzelne Spieler hat in dieser Partie seine Sache hervorragend gemacht und so konnten wir die großgewachsenen Iserlohner Bullen schlussendlich alt aussehen lassen und gewannen schließlich absolut verdient mit 33:27. Aus dieser bemerkenswerten Kollektivleistung ist unser flinker Außenspieler Felix Stratenschulte hervorzuheben, der an diesem Mittwochabend besonders heiß und gut aufgelegt war. Er suchte in diversen Angriffsaktionen druckvoll und dynamisch das direkte Duell mit seinen Gegenspielern, welches er oft für sich entscheiden und darüber hinaus auch treffsicher den Ball verwandeln konnte. Außerdem zeigte unser etatmäßige Torwart Konrad Wahlers eine ansprechende Leistung auf ungewohntem Terrain, das für ihn in diesem Spiel auf Rechtsaußen war. Als hätte er zuvor nie etwas anderes gemacht, netzte er in der Schlussphase mit abgebrühter Selbstverständlichkeit von der Außenposition per Heber sehenswert ins gegnerische Gehäuse ein. Insgesamt gibt der Eindruck, den unsere Jungs in diesem Aufeinandertreffen hinterlassen haben, jedenfalls Anlass dazu, positiv auf die in den nächsten Wochen anstehende Rückrunde zu blicken.

Florian Biener