August-Schlicker-Riege

Training der August-Schlicker-Riege:

Trainingsort:      Sporthalle Sauerschule

Trainingszeiten:

Freitags:     20:00 – 21:00 Uhr        Fitnessgymnastik für Senioren 50 plus

                   21:00 – 21:30 Uhr        Schwimmmöglichkeiten im Hallenbad

 Übungsleiter:      Bernd Schenk     (Diplomsportlehrer)

                            Andrea Drees

                            Dieter Weisgerber

Die August-Schlicker-Riege ist keine „Alte Turngruppe“, wie der Name vermuten könnte. Der Name hat allerdings Tradition und erinnert an den Gründer der Sportgruppe und die Gründungszeiten vor 90 Jahren, in denen damals überwiegend an Geräten geturnt wurde. Das hat sich längst geändert. Trainingsinhalte sind seit den 70 er Jahren eine altersgerechte Fitnessgymnastik mit der Zielsetzung sich bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig zu halten. Das heißt konkret, die Stundeninhalte bestehen aus:

Lockerungs- und Dehnübungen

 Übungen zur Förderung der Koordination

 Gleichgewichtstraining, um die Sturzgefahr zu reduzieren

 Gezielte Übungen zur Kräftigung der Arm-, Schulter-, Bein-

und vor allem der Bauch- und Rückenmuskulatur

Ballspiele runden manchmal das Stundenbild ab.

Es wird in 2 Gruppen trainiert. Unterschiede bestehen lediglich in der Intensität der Übungen. In der 1. Gruppe, primär Senioren 50 plus, wird etwas intensiver trainiert als in der 2. Gruppe, die überwiegend aus Senioren 65 plus besteht. In der ersten Gruppe wird das Training noch durch ein leichtes Ausdauertraining ergänzt.

Natürlich kann nach Belieben zwischen den Gruppen gewechselt werden.

Nach der Übungsstunde, die um 21 Uhr endet, besteht die Möglichkeit das Hallenbad im Erdgeschoss der Dreifachturnhalle zum Schwimmen und Entspannen zu nutzen.

Es ist nie zu spät mit dem Training zu beginnen. Gerade die Senioren, die seit Jahren, vielleicht sogar seit Jahrzehnten nicht mehr Sport getrieben haben, profitieren vom Training und sind jeder Zeit in der Sportgruppe willkommen.

Die Mitglieder der Riege stellen sich hier ein mal auf besondere Weise vor: Bilderserie ASR 2012

„Schlickerianer“ trafen auf Wildpferde und Auerochsen“

Unter dem Motto „Soest im Wandel der Zeiten“  unternahmen die Mitglieder der „August-Schlicker-Riege“ im TV-Arnsberg die diesjährige Jahresfahrt in die Soester Börde. Riegenpräsident Friedhelm Walter konnte hierzu eine stattliche Anzahl von Mitgliedern begrüßen. Sein Dank galt Rolf Liefländer, der die Tagesfahrt geplant und organisiert hatte.

Mit dem Bus fuhren die „Schlickeriner“ morgens ab Sauerlandtheater gen Soest, wo sie zunächst das Museum der Belgischen Streitkräfte in Deutschland (General-Adam-Kaserne) besuchten. Auf über 5000 qm Museumsfläche werden hier die Garnisonen mit ihren Einheiten von der Besatzungszeit bis zur Auflösung dargestellt. Anhand von wertvollen Zeitdokumenten und Exponaten bekommt hier der Besucher eine spannende Einsicht in die Geschichte der belgischen Streitkräfte in Deutschland mit starken lokalen Bezügen zu der Garnisonsstadt Soest. Auch die Arnsberger Zeit der belgischen Streitkräfte wurde hier dokumentiert.

Auf der Aussichtsplattform des früheren Truppenübungsplatzes  Büecke nahmen die Turner ein reichhaltiges Frühstück ein und genossen dabei die großartige Rundumsicht.

In der Hellinghauser Marsch, in den Lippeauen, besuchten sie auf 260 Hektar Gelände unter fachkundiger Führung ein Wildpferde- und Auerochsenterritorium. Dass diese Exkursion nicht ganz ungefährlich war, versteht sich fast von selber. Die Riegenmitglieder wurden von dem Führer und Betreuer der Herde höflich gebeten, diszipliniert und unauffällig aufzutreten. Träger roter Jacken wurden aufgefordert, diese auszuziehen, um mögliche Übergriffe des Leitbullen zu vermeiden.

Nach dieser aufregenden „Entdeckungs-Safari“ begab man sich anschließend in die Soester Wiesenkirche, um den Allmächtigen für den nötigen Beistand zu danken.

Auf dem Landgut „Humbrechting“ der Familie Schulte-Barendorf in Lippetal wartete auf die immer noch „Puls-Tuckernde“ Schar ein köstliches Abend-Buffet. Bei „ Potts“ und „Nikolaschka“ ließen es sich die Schlickerianer bis in die späten Abendstunden gut gehen und hatten mit Busfahrer Andreas ein gutes Gefühl, wieder ohne Komplikationen über die Haar nach Alt-Arnsberg zu kommen.

Text: Volker Hansmann

Winterwanderung der Riege im Februar 2013

August-Schlicker-Riege besuchte St. Nikolaus  Rumbeck

Fotos der WAnderung gibt es hier!

Die diesjährige Winterwanderung der August-Schlicker-Riege im TV-Arnsberg führte die Turnbrüder vom Gebrüder-Apt-Platz über Teutenburg, Rundweg Hasenwinkel nach Rumbeck zur Berensstraße 2, wo die Tochter des Riegenpräsidenten Friedhelm Walter den „Schlickeranern“ einen herzlichen Empfang bereitete.  Zuvor schon hatte Jürgen Klanke  seine Turnbrüder mit einem Glühwein-ausschank auf dem Parkplatz Hasenwinkel überrascht.

Nach einem guten Tropfen und einem kleinen Imbiss ging es zur St. Nikolaus Kirche, wo die Riege von dem Rumbecker Chronisten Fritz Timmermann empfangen wurde. Fritz Timmermann, der Rumbeck wie seine eigene Westentasche kennt, führte durch die ehrwürdigen Gemäuer und erzählte und erklärte die Geschichte des ehemaligen Kloster der Prämonstratenserinnen mit der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus.

Die Kirche ist eine ungemein schlichte rechteckige Pfeilerhalle von fünf Jochen mit zwei eindrucksvollen schlanken, eng zusammengedrückten Seitenschiffen. Hochaltar, Seitenaltäre, Kanzel, Kirchenbänke und Orgel sind in den Jahren 1698/1699 im Stil des Barock geschaffen. Dieser Kunststil beherrschte ganz Europa vom Ende des 16. Jahrhunderts bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts und verkörpert in seinen Ausdrucksformen Kraft, Bewegung, Leidenschaft und Pathos.

Vor der Säkularisation war die Höhe des Kirchenraumes durch eine Schwesternempore geteilt. Eine bemalte spitzbogige Nische aus grünem Sandstein – zur Aufnahme des Allerheiligsten – am nördlichen Mittelpfeiler zeigt, dass die Empore – samt der Orgel – einen, möglicherweise sogar zwei Pfeiler weiter in Richtung Hochaltar vorgezogen war. Draußen am südlichen Ausgang, zeigte Fritz Timmermann eine Gedenktafel zu Ehren von Dechant Caspar Berens, Dichter des weltbekannten Kolpingliedes „`s war einst ein braver Junggesell“.

Dann zeigte Fritz Timmermann  auf ein wuchtiges Steinkreuz, das den Vorplatz der Kirche, den ehemaligen Nonnenfriedhof schmückt. Das Kreuz erinnert an die letzte Priorin  des Stiftes Rumbeck, Maria Franziska Peters. Nach dieser aufschlussreichen Führung bedankte sich Friedhelm Walter bei Fritz Timmermann für die Mühe.

Anschließend begaben sich die „älteren Freunde des Sports“ zur nächsten Bushaltestelle und freuten sich schon auf das leckere Grünkohlgericht mit diversen Beilagen, bei Edelbroich`s Simone & Team. (Zur Tante“)

Bis in die späten Abendstunden ließen die Turnbrüder noch einmal in humorvoller Weise das vergangene Jahr mit den zahlreichen Aktivitäten Revue passieren.

Volker Hansmann

Das Training in der August-Schlicker-Riege
Das Training findet immer freitags abends von 20:00 – 21:45 Uhr statt. Trainiert wird in 2 Gruppen, um dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Teilnehmer besser gerecht zu werden. Die Altersstruktur der Riege bewegt sich zwischen 50 – 80 Jahren. Die „Jüngeren“ und etwas leistungsstärkeren Sportler werden seit 1984 Jahren von Diplomsportlehrer Bernd Schenk trainiert, die„älteren“ Aktiven seit 2001 von Andrea Drees.
Vertretungsweise leitetDieter Weisberger eine der beiden Gruppen, wenn ein „Haupttrainer“ verhindert ist.
Trainingsinhalte
Entscheidend in beiden Trainingsgruppen ist die Auswahl altersgerechter Übungsinhalte , d.h., dass das Hauptaugenmerk in beiden Gruppen aufGymnastik mit Dehn-, Kraft-, und Koordinationsübungen gelegt wird. Um das Training effektiver und abwechslungsreicher zu gestalten, mit unterschiedlichen Kleingeräten, wie z.B. Bällen, Stäben, Sandsäckchen, Gummibänder oder Hanteln geübt. Es kommen aber auch Matten, Bänke, und Kissen zur Gleichgewichtsschulung zum Einsatz.
Eine Übungsstunde gliedert sich in der Regel wie folgt:
5MinAufwärmen durch Gymnastik und/oder Laufkoordinationsübungen
10MinKoordinations- und Gleichgewichtsübungen
35 MinStundenschwerpunkt; Beispiele
Kraftausdauertraining mit Therabändern/Hanteln oder Ausdauertraining mit Gymanstikbällen/Stäben
oderCircltraing mit Musik
10 Minruhigere Gymnastik mit Dehnübungen
Anschließend wer noch möchte:
40 MinBadminton oder Volleyballspielen, falls sich genügend Teilnehmer finden.
Alternativ kannim Hallenbad im Erdgeschoss bis 21:30 Uhr geschwommen werden.
Da die meisten der älteren Sportler der Gruppe 2 bei Andrea nicht mehr gut laufen können, liegt die Gewichtung in dieser Gruppe in der Gymnastik mit Lockerungs-, Dehn- und Koordinationsübungen, sowie Kraftgymnastik zur Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur. Die Jüngeren bei Bernd trainieren mit höherer Intensität. Hier wird auch noch locker gelaufen.

Die Riege

Die Frage die sich bei der Betrachtung der Geschichte der August-Schlicker-Riege stellt, ist, warum gründete man 1924 eine „Alters- und Gesundheitsriege“? Die Gründe sind bei genauer Betrachtung einfach zu erkennen. August Schlicker war 1924 in einem Alter von 42 Jahren. Dies ist, genau wie heute auch, kein Alter um Hochleistungssport, geschweige denn das Geräteturnen zu betreiben. Außerdem war August Schlicker Vorsitzender einer Damenriege, die sich zur damaligen Zeit mit Gymnastik und Keulenschwingen fit hielt. Es lag also nahe, Männer im gleichen Alter von ca. 30 bis 50 Jahren in ähnlicher Form zu bewegen. Das Wort „Gesundheit“ ist ein Aspekt, der damals wie heute seine Gültigkeit hat. Die Unterschiede zur heutigen Riege sind in der Struktur und in der Ausführung jedoch erheblich.
In der damaligen Zeit war es üblich, dass ein Altersturnwart eine Turnriege verwaltete und zur gleichen Zeit auch bewegte. Er war der Vorturner und dies in allen Angelegenheiten. Die geselligen Belange standen in einer Zeit ohne Fernsehen viel stärker im Vordergrund als dies heute der Fall ist. Belegt wird dies durch die Aufschreibungen im Riegenbuch, wo neben den sportlichen Aktivitäten, auch auf die geselligen Veranstaltungen mit Angaben über Preise, Ausführung und alle anderen weiteren Einzelheiten eingetragen sind. Bei der August-Schlicker-Riege änderte sich diese oben beschriebene Riegenstruktur Anfang 1970. Die Altersturnwarte Schlicker, Hartgenbusch und Rebein (Herbst) waren aus Altersgründen in den sportlichen Ruhestand getreten. Es setzte eine kurze Zeit der Stagnation ein. 1971 konnte lt. Protokoll der Jahreshauptversammlung des TV Arnsberg 1861 aus Mangel an geeigneten Kandidaten noch nicht mal ein Altersturnwart gewählt werden.
Dies änderte sich im Jahre 1972. Mit Helmut Melzer wurde ein Altersturnwart gefunden, der die Zeichen der Zeit erkannt hatte. Der Altersturnwart legte die sportlichen Belange der Riege in die Hände erfahrener Übungsleiter. Neue Erkenntnisse der Bewegungsabläufe und im gesamten Gesundheitssport flossen in das Training mit ein. Der Ausdruck „Funktionsgymnastik“ spiegelte die Realität wieder. Nach Helmut Melzer, der leider viel zu früh verstarb, übernahm Franz Höfer das Amt des Altersturnwartes. Unter Franz Höfer nahm die Qualität der sportlichen Aktivitäten ein sehr hohes Niveau an, welches auch unter dem jetzigen Altersturnwart Norbert Gehrmann gehalten wird.
August-Schlicker-Riege im Winter 2012
Entscheidend für dieses hohe Niveau ist jedoch hauptsächlich die Qualität der Übungsleiter, sprich „Trainer“. Bis zum heutigen Tag hatten die Riege und ihre Altersturnwarte ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Übungsleiter. Unter der Federführung von Franz Höfer wurde am 21.Februar 1993 eine wichtige Änderung in der Riege durchgeführt. Die Altersbandbreite der Turnbrüder hatte ein Ausmaß erreicht, dass sich von 25 bis über 70 Jahre erstreckte. Die Gestaltung des Trainings wurde für die Übungsleiter sehr schwierig, weil sich die Jüngeren unter- und die Älteren überfordert fühlten. Seitdem wird in 2 Gruppen trainiert und jeder Turnbruder kann sich seines Leistungsvermögens entsprechend bewegen, Der Übungsabend gestaltet sich für beide Gruppen wie folgt: Begonnen wird mit Funktionsgymnastik, anschließend kann Volleyball, Badminton oder eine andere Ballsportart gewählt werden. Während der Wintermonate steht auch ein 30° warmes Lehrschwimmbecken zur Verfügung.
Wichtig ist auch, dass der gesellige Teil, wie schon früher, seinen Platz in der Riege hat. Vor 80 Jahren wurden die gleichen Feste wie heute gefeiert. Es gab Weihnachtsfeiern mit und ohne Nikolaus, Sommerfeste und den berühmten Riegenstammtisch im Anschluss an den Übungsabend. Tagte man damals in der Krone bei Reiters, so trifft man sich heute bei „Edelbroichs Tante“. Damals wie heute trank man in der Riege Nikolaschka, selbst während des 2. Weltkrieg (mit Bohnenkaffee und Zitrone!!). Abschließend kann festgestellt werden, dass die Riege wie vor 80 Jahren lebt. Sie pflegt das Alte und steht dem Neuen aufgeschlossen gegenüber.

Das Riegenbuch

Am 7. Oktober 1924 wurde im Turnverein Jahn Arnsberg eine Alters- und Gesundheitsriege gegründet. Der Urheber dieser Riegengründung war August Schlicker. Am 5. Februar 1925 wird diese Gründung in der Jahreshauptversammlung des TV Jahn Arnsberg im „Goldenen Stern“ unter der Leitung des 1 . Vorsitzenden, Oberregierungsrat-und Gewerbeschulrat Lindner bestätigt. Diese Daten sind in einem Zeitungsbericht vom 5. Februar 1925 unter der Meldung: „Aus dem Sauerlande“ festgehalten. Dieser Zeitungsausschnitt befindet sich am Anfang des Riegenbuches und ist dort fest eingeklebt. Leider verdeckt dieser fest eingeklebte Zeitungsausschnitt eine weitere schriftliche Eintragung. Ein wahrer Glücksfund ist dieses Riegen- und Berichtebuch für unsere heutige Zeit. Die Eintragungen beginnen am 13.01.1925 und enden am 28.11.1970. Neben dem regelmäßigen Turnbetrieb wie Übungsabende, Turnfeste und Wettkampfteilnahmen sind auch die geselligen Veranstaltungen eingetragen. Fotografien von den wichtigsten Veranstaltungen sportlicher und geselliger Art, sind ebenso vorhanden wie persönliche Dinge der Turnbrüder. Es grenzt an ein Wunder, dass dieses Buch in einem hervorragenden Zustand ist und unbeschadet den 2. Weltkrieg überstanden hat. Besonders aussagefähig sind einige der eingeklebten Bilder, die verdeutlichen wie hoch das Riegenbuch in Ehren gehalten wurde. Bei einem Wechsel von einem Altersturnwart zum nächsten wurde eine feierliche Übergabe veranstaltet. Mit Hilfe dieses Buches ist ein fast lückenloser Rückblick auf die Geschichte der Riege möglich.

Namensgebung

Nach ihrer Gründung im Jahr 1924 wurde die Riege Altersturnriege oder kürzer Altersriege genannt. Ergänzt wurde die Bezeichnung um die Vereinsbezeichnung im TV Jahn Arnsberg bzw. TV Arnsberg 1861. Bezeichnungen wie „Jedermann-Gruppe“ oder „Männerriege“ wurden in späterer Zeit verwendet, um die Aktivitäten in der Gruppe zu definieren. Diese Bezeichnungen wurden der Mode entsprechend von Zeit zu Zeit geändert. Selbst der Ausdruck „Ich mache bei den Alten mit“ hat sich über Jahre gehalten. Der Name „August-Schlicker-Riege“ ist, wie Franz Höfer in mehreren Berichten erklärt hat, um das Jahr 1955 zur festen Bezeichnung der Riege geworden, Ein genaues Datum ist nicht feststellbar. Ohne jeden Zweifel wird diese Namensgebung den Verdiensten August Schlickers gerecht. Am 16. November des Jahres 1951 zieht sich August Schlicker im Alter von fast 70 Jahren und einer 27-jährigen Riegenführung in den sportlichen Ruhestand zurück. Der Name ist zur Identifikation geworden. Nach einer kurzen Zeit sprach man von der „August-Schlicker-Riege“. Seit 1955 wird in Protokollen u. Publikationen der Name verwendet. Ohne Zweifel ist es möglich, dass der Name auch schon vorher im Umgang mit der Riege verwendet wurde. Das Riegenbuch gibt hierüber keine Auskunft. Zur aktiven Zeit des August Schlicker wurde lt. Riegenbuch die Bezeichnung „Altersriege“ verwendet“. Leider hat Jakob Hartgenbusch die Spalte“ Zug oder Riege“ im Riegenbuch nicht ausgefüllt.

Die Nikolaschka Zeremonie

Die Zeremonie ist heute wie früher die gleiche und lautet:
„Wir haben eine Runde Nikolaschka vor uns stehen. Was ist der Anlass?“.
Es folgt die Lobeshymne des Altersturnwart oder Riegenältesten auf den edlen Spender.
Nikolaschka ansehen und riechen.
Nochmals riechen.
Anfassen, falten und einschieben.
Kauen
Anheben und langsam genussvoll überlaufen lassen
Weiter kauen
Ablegen
Nikolaschka Nr. 1 (2,3) kaputt.
Es folgt dann das Lied „Hoch soll er leben“. Auch der edle Spender ist zum Gesang verpflichtet. Diese Pflicht erlischt erst, falls mehr als 7 Riegenmitglieder anwesend sind. Falls kein Hoch erschallt, gibt es die Dankeshymne. Mehr als 2 sollten an einem Abend nicht getrunken werden, manchmal ist Mitternacht aber nicht weit.
Rezeptur des Nikolaschka: Klarer Korn mit Bonekamp. Auf das Glas aufgelegt wird eine Zitronenscheibe. Auf diese Scheibe kommt gemahlener Bohnenkaffee mit weißem Zucker. Die Zitronenscheibe darf, je nach Vorrat, rasierklingendünn bis 5mm dick sein.

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